alfi-Museum in Fischbach plant umfassende Erweiterung für 2026

Gastbeitrag von Rüdiger Christ

Das alfi-Museum hat sich für das kommende Jahr viel vorgenommen und setzt damit ein starkes Zeichen für regionales Engagement, touristische Attraktivität und lebendige Museumskultur in der Thüringer Rhön.

Das sogenannte „Beamtenhaus“ in der Bergstraße 5, ein 1925 erbautes Angestelltenwohnhaus der Firma Alfi, das im Ort seit jeher diesen Spitznamen trägt, soll künftig auf drei Etagen die bestehenden Museumsräume erweitern.

Der Kannen- Garten

Ein zentraler Bestandteil der Erweiterung wird ein neues Museumscafé sein. Dort sollen Besucherinnen und Besucher künftig mit selbstgebackenem Rhöner Kuchen begrüßt und zum Verweilen eingeladen werden.

Ergänzt wird das Angebot durch den bereits bestehenden alfi-Shop, der schon jetzt eine Vielzahl interessanter Produkte bereithält, ideal auch für besondere Weihnachtsgeschenke.

Für Torsten Heßland, den Vorsitzenden des alfi-museum e.V., ist klar: „Ein gastronomiefreier Tourismus ist für die Thüringer Rhön keine Option.“

Die Fischbacher setzen daher bewusst auf Eigeninitiative, um eine nachhaltige und erfolgreiche Strategie für den Standort zu sichern.

Ein weiterer wichtiger Schritt für die Zukunft des Museums ist die beantragte Zertifizierung als anerkanntes Museum.

Der Thüringer Museumsverband hat die Begutachtung bereits durchgeführt, der entsprechende Antrag liegt vor. Auch beim Deutschen Museumsverband soll in Kürze eine Zertifizierung beantragt werden.

Inhaltlich baut das Museum auf einem breiten thematischen Fundament auf. Ein zentrales Ausstellungsthema bleibt die Geschichte von Alfi in Ost und West.

Darüber hinaus sorgen mehrere Sonderausstellungen für besondere Akzente:

  •  DDR-Tischkultur
  • „Peter Smalun – Eine Hommage“, gewidmet dem Leben und Werk des Industrieformgestalters
  • Das Kaffeegeschirr „RATIONELL“
  • Die neugestaltete Isolierkanne „MAJAH“
Die neue Tischisolierkanne MAJAH

Auch für jüngere Besucherinnen und Besucher hält das Museum spannende Angebote bereit.

Mit Unterstützung der Thüringer Ehrenamtsstiftung wurde ein interaktiver Bereich geschaffen, der Kinder spielerisch an die Technik heranführt, unter anderem mit einer leicht verständlichen Darstellung der Funktionsweise einer Isolierkanne.

Öffnungszeiten 2025

Montag: 13:30 bis 16:30 Uhr
Dienstag: Ruhetag
Mittwoch: Ruhetag
Donnerstag: Ruhetag
Freitag: 13:30 bis 16:30 Uhr
Samstag: 14 bis 17 Uhr
Sonntag: 13 bis 16 Uhr

Letzter Einlass mit Führung jeweils 1,5 Stunden vor Schließung.

Besuche an Dienstagen, Mittwochen, Donnerstagen sowie an Feiertagen sind nach telefonischer Vereinbarung möglich – auch kurzfristig:
0152 / 03950271 oder 0171 / 7155721

Für Gruppen ab 8 Personen wird ebenfalls um vorherige Anmeldung gebeten.

Eintrittspreise 2025

Erwachsene: 5 Euro
Kinder/Jugendliche unter 18 Jahren: 2 Euro
Schwerbehinderte: 2 Euro
Begleitperson: 2 Euro
Kinder unter 6 Jahren: frei

Für einen Museumsbesuch sollten Gäste mindestens zwei Stunden einplanen.

Das alfi-Museum bleibt damit ein lebendiger Ort der Begegnung, der Technikgeschichte und der regionalen Identität und ist immer ein lohnender Tipp für ein abwechslungsreiches Wochenende.

Die berühmte Isolierkanne "Juwel" - auch als "Kanzler-Kanne" bekannt

Das "Beamtenhaus" in Fischbach Bergstr. 5